Im Gegensatz zu anderen Regionen der Schweiz verfügt das Sarneraatal über keine Sport- resp. Talentschulen. Die Nachwuchsförderung wird mehrheitlich über die jeweiligen Vereine organisiert. Dabei stossen viele Vereine an organisatorische Grenzen. Eine weitere Professionalisierung ihres Sportbereichs ist im Rahmen der Freiwilligkeit nicht mehr realisierbar. Andererseits ist die Anstellung eines Trainers für viele Clubs oder Kader nicht finanzierbar.

Leistungsorientierter Sport in den Kinder- und Jugendjahren hat positive Auswirkungen für das spätere (Berufs)-Leben. Körperlich fitte Menschen sind belastbarer und weisen eine höhere Konzentrationsfähigkeit auf. So sind Sportler auch später im Berufsleben häufiger erfolgreich. Diesen Ansatz nimmt das Sportnetz Obwalden auf. Der positive Nutzen von Sport für Wirtschaft und Gesellschaft soll weiter vorangetrieben werden. Leistungssportler gehen bei der Berufswahl oft den Weg des geringsten Widerstandes. Sie wählen vielfach eine Ausbildung, die nicht ihrem primären Berufswunsch entspricht, da dieser oft schwerer mit ihrem Trainingsaufwand zu vereinen ist. Da im Sarneraatal für Leistungssportler wenig geeignete (Aus-) Bildungsangebote bestehen, kommt für sie häufig nur eine ausserkantonale Lösung in Frage. Dem Kanton gehen so Fachkräfte verloren. Mit dem Sportnetz soll mitgeholfen werden, eine Lücke im Bildungsangebot zu schliessen. Zudem wird damit ein aktiver Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet.

Projektidee
Das Sportnetz bietet jungen Leistungssportlern ideale Rahmenbedingungen für die Ausübung ihres Sports. Die Athleten machen eine sportfreundliche Lehre oder besuchen eine Partnerschule. Das Sportnetz bietet abseits des Club- oder Kadertrainings ein Trainingsangebot an und ergänzt so das Angebot der Sportvereine. So werden Athletik- und ggf. sportartspezifische Trainings angeboten. Das Sportnetz Obwalden koordiniert dabei zwischen Athleten, Trainer, Lehrperson, oder Ausbildner. Es wird sichergestellt, dass Freiraum für zusätzliche Trainings geschaffen und die Vereinbarkeit von Leistungssport und Ausbildung oder das Erlernen eines (handwerklichen) Berufes sichergestellt wird.

Ziele

  • Athletenförderung
  • Fachkräftemangel/Abwanderung Jugendlicher bekämpfen
  • Stärkung und Entlastung der lokalen Sportvereine
  • Standortförderung

Zielgruppe

Leistungsorientierte Sportlerinnen und Sportler, ab der Oberstufe bis Lehrabschluss/Matura, die bereit sind, ihren Trainingsumfang zu erhöhen und durch professionelle Trainings ihr Club- und Kadertraining zu ergänzen.