Lesen Sie hier einen spannenden persönlichen Erfahrungsbericht eines jungen Spitzensportlers, welcher mit Unterstützung von Sportnetz OW erfolgreich im Sport wie auch in der Berufswelt unterwegs ist. Seit diesem Sommer setzt der gelernte Polymechaniker EFZ seinen Fokus fast ganz auf den Sport. Neben seiner Sportkarriere wird er weiterhin in einem Teilpensum bei der Leister AG arbeiten – eine win-win Situation für alle Beteiligten. Es gibt immer eine Lösung – wir bleiben auf jeden Fall dran!

Als ich vor der Berufswahl stand, hat mich der Beruf des Polymechanikers am meisten begeistert.
Die Leister AG war für mich die ideale Wahl, weil sie optimale Voraussetzungen bot, um Beruf und Spitzensport miteinander zu verbinden. Die gleitenden Arbeitszeiten, der kurze Arbeitsweg sowie die Nähe zur Berufsfachschule und zu den überbetrieblichen Kursen erleichterten meinen Alltag erheblich. Zudem ist Leister ein sportfreundlicher Lehrbetrieb, der junge Athletinnen und Athleten aktiv fördert.
Im August 2022 startete ich meine Lehre als Polymechaniker. Kurz zuvor hatte ich eine wichtige Entscheidung getroffen: Ich wollte meinen Fokus vollständig auf den Zehnkampf richten und musste deshalb den Tennissport aufgeben, da mir bewusst war, dass sich beides nicht auf höchstem Niveau vereinbaren lässt. Das erste Lehrjahr stand ganz im Zeichen des Kennenlernens des Berufs sowie des Aufbaus meiner sportlichen Basis. Im Zehnkampf braucht es Geduld – bis alle zehn Disziplinen optimal zusammenspielen, vergehen viele Jahre.
Sowohl im Betrieb als auch im Training gab ich jeden Tag mein Bestes. Als ich überraschend die Limite für das European Youth Olympic Festival (EYOF) erreichte, zeigte sich, dass ich sportlich auf dem richtigen Weg war. Gemeinsam mit Erika Windlin als Leiterin Ausbildungswesen und dem Sportnetz Obwalden fanden wir eine Lösung, die mir einen zusätzlichen Trainingsnachmittag pro Woche ermöglichte. Ausserdem wurde ich vom Sportunterricht an der Berufsfachschule dispensiert. Dadurch konnte ich Beruf und Leistungssport noch besser miteinander vereinbaren.
Im zweiten Lehrjahr durfte ich die ersten grossen Meilensteine feiern. Ich absolvierte die Teilprüfung mit einem sehr guten Resultat, erfüllte zweimal die Limite für die U20-Weltmeisterschaften und gewann den Schweizer Meistertitel im U20-Zehnkampf. Gleichzeitig wurde zwischen Leister und dem Sportnetz Obwalden eine Vereinbarung abgeschlossen, welche meine sportliche Förderung regelte.
Die Voraussetzung war klar: Solange ich gute schulische Leistungen erbringe und meine Ausbildung erfolgreich abschliesse, erhalte ich die notwendige Flexibilität, um meine sportlichen Ziele konsequent verfolgen zu können.
Ende des dritten Lehrjahres qualifizierte ich mich für die U20-Europameisterschaften. Zu Beginn des vierten Lehrjahres gewann ich überraschend die Bronzemedaille – der bisher grösste Erfolg meiner Karriere. Dieser Moment eröffnete mir neue Perspektiven und bestätigte, dass sich die jahrelange Arbeit ausbezahlt hatte. Trotz dieses Höhepunkts blieb mein Ziel unverändert: Ich wollte auch meine Berufslehre erfolgreich abschliessen. Deshalb konzentrierte ich mich neben dem Sport voll auf die Abschlussprüfungen, die ich mit Erfolg bestand. Im Juli durfte ich schliesslich mein Fähigkeitszeugnis als Polymechaniker entgegennehmen.
Heute kann ich mich noch stärker auf den Leistungssport fokussieren und alles daransetzen, mich international weiterzuentwickeln. Umso mehr freut es mich, weiterhin Teil der Leister Gruppe zu sein und neben dem Sport in einem Teilzeitpensum als Polymechaniker tätig zu bleiben.
Wenn ich auf die vergangenen vier Jahre zurückblicke, erfüllt mich vor allem Dankbarkeit. Dank der Förderung durch die Leister AG, meiner Berufsbildner, Vorgesetzten und des gesamten Teams konnte ich mich sowohl beruflich als auch sportlich stetig weiterentwickeln. Das entgegengebrachte Vertrauen und die grosse Flexibilität haben einen entscheidenden Beitrag zu meinem bisherigen Weg geleistet.
